Mittwoch, 24. Oktober 2012

Challenge Day#1 [♥]

1. Tag der Challenge [x] bestanden! :)

CW: 56 kg
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1 Kaffe (40)
Grießsuppe (60)
1 Portion Nudeln mit Sauce (250)
2 Laugengebäck mit Aufstrich (650)
Apfel (90)
Suppe (60)
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total: 1050 kcal

Obwohl ich nach dem Laugengebäck kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, habe ich es geschafft stark zu bleiben.
Es ist aber trotzdem viel zu viel... Argh, dieses blöde Gebäckt, warum ist das nur so guuuut.?! :/
Etwas Sorgen bereitet mir nur meine Verdauuung. Es scheint so, als ob mein Magen nicht mehr mit Nahrung umgehen könne.. So als ob mein Körper nicht weiß, was er mit den Nährstoffen anfangen muss..

Jedenfalls hab ich jetzt endlich meine wohlverdienten Herbstferien. :)
Ich hoffe ich komme ab und zu zum bloggen, wenn nicht hört ihr in einer Woche wieder von mir.

Bis dann :)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Challenge Accepted

Hallo ihr Lieben.
Leider hatte ich am Wochenende keine Zeit zu bloggen. War von Freitag an bei meinem Freund.
Samstag waren wir zusammen auf einem Maturaball.. Aww, ich liebe diese Anlässe. Die schönen Kleider und Schuhe und Schmuck haha und das ganze Tanzen. Ich mag es. :)
Am Sonntag hat er mich dann schweren Herzens wieder heim gebracht, aber zum Glück sehen wir uns morgen bzw. am Donnerstag wieder.
Essenstechnisch verlief es eigentlich ganz okay. Nicht zu viel, aber trotzdem zu viel.. Klingt zwar unlogisch, aber ihr wisst schon....
Aber leider bin ich, sobald er weg war, wieder in meine dumme Gewohnheit zurück gefallen, alles in Reichweite zu essen. -.-
Gestern war ich dann so müde (vom ganzen b/p), dass ich tatsächlich gute zehn Stunden geschlafen habe! Unglaublich.
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Nun aber mehr zum Titel meines heutigen Posts.
"Challenge Accepted" - ich fordere mich selbst heraus. Und zwar einen neuen Rekord im nicht Binge-Purge-en aufzustellen.
Mal ehrlichl, auf jeder Internetseite, in jedem verdammten wissenschaftlichen Artikel steht, dass Bulimie nicht zur Gewichtsreduktion beiträgt.
Na klar, am Anfang nimmt man ab - hab ja selbst 10 kg abgenommen - doch heute, ein Jahr später halte ich mein Gewicht bzw. nehme sogar zu. Und das bringt mich zu noch mehr b/p. Dabei ist es unmöglich die Kalorien wieder "loszuwerden". Purging (oder Kotzen) ist also eigentlich total nutzlos. Es schadet einem nur.

Richtig motiviert hat mich meine Mutter gestern Abend.
Sie hat selbst ein gestörtes Verhalten zum Essen (in wie fern weiß ich nicht)und hat mitbekommen, dass ich erbreche. Sie sagt nur nichts, solange ich die Toilette putze - traurig, aber wahr; ihre Worte.
Jedenfalls saß ich gestern am Küchentisch und sie kam mit frischem Brot nachhause. Ich nahm mir eines, in der festen Überzeugung es auf "drinnen" zu lassen, und sah dabei die Weckerl. Ich konnte einfach nicht widerstehen und nahm mir eines und dazu zwei Scheiben Brot. Als sie das sah sagte sie zu meinem Bruder: "Pack doch lieber die restlichen schon mal für morgen ein. Sonst isst deine Schwester wieder alle auf."
.
Das traf mich wie ein Messerstich ins Herz. Ich habe mich in Grund und Boden geschämt.
Fette Kuh. Du blödes, fettes, unnützes Ding. Fressen. Den ganzen Tag nichts anderes tun als Fressen. Du bist das Letzte.
Usw.

Aber sie hat recht. So kann es nicht weiter gehen.
Ich muss dünn sein.
Somit gebe ich es nun offiziell bekannt - Challenge Accepted!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

memoiren #1

Nachdem heute nichts Weltveränderndes passiert ist, möchte ich die Zeit, die ich dank meiner Schlafstörung diese Nacht dazu gewinne, dafür nutzen, euch mehr über mich und meine Vergangenheit zu erzählen.

Anfangs gleich einmal zu meiner "Krankengeschichte":
Ich bin weder diagnostiziert noch war ich jemals bei einem Arzt/Psychiater wegen meiner Essgewohnheiten.
Jedoch kann man schwer leugnen ein Problem zu haben, wenn man sich nach jeder Mahlzeit im  Bad einschließt, um zu "duschen".

Viele Faktoren spielen eine Rolle. Machten mich zu dem Menschen, dem verwirrten Mädchen, das ich heute bin. Man kann viel dafür verantwortlich machen:

Eine strenge Mutter. (die selbst genug Probleme hat)
Ein Vater, der nie zuhause ist.
Einen kleinen Bruder, für den man zurück steckt.
Eine Neigung zum Perfektionismus, seit jüngster Kindheit.
Die Scheidung der Eltern.

Doch Ausschlag gebend war Frühjahr 2011.
Meine gesamte Zukunft, perfekt geplant, brach zusammen - und kein Back-up Plan.
Ich stand da. Ohne den Sinn des Lebens zu erkennen. Leben hatte keinen Sinn mehr für mich.
Und so verfiel ich in eine schwere Depression, suchte Trost in Messern und Rasierklingen
Ich versuchte mich abzulenken und das Erste, das mir auffiel - etwas, das ich unbedingt pefektionieren wollte - war mein Körper. Ich dachte "hey, wenn schon keine perfekte Zukunft, dann kann doch wenigstens Ich perfekt sein."
Ich verlor mich auf "Pro-Ana"- Seite, ein Trend, den ich zutiefst abstoßend finde (jeder, der eine ernstzunehmende Essstörung hat, weiß, dass es nichts "wunderschönes" oder "englesgleiches" hat, sein Leben buchstäblich die Toilette runterzuspülen)
Aber trotz Extremdiäten nahm ich nicht so effektiv ab, wie ich es gern gehabt hätte.
Im Juli 2011 startete ich ein neus Leben in Amerika, als Austauschschülerin für ein Semester. Im "glorreichen America", das jedoch von Essstörungen (und Fett) nur so trieft, rutschte ich komplett in die Bulimie. Ich bekam eine "fuck it all - I don't care" Einstellung.
Meine Gastmutter bemerkte meine Situation, doch ich ließ mir nicht helfen.
Als ich im Jänner heimkam, 10 Kilo leichte, trotz amerikanischer Fast Food Küche, war meine Mutter so unglaublich stolz auf mich und meine neue Figur, dass sie gar nicht bemerkte, wie dreckig es mir ging. Sie verschließt noch immer die Augen vor dieser Situation. Sagt, ich sei bloß faul (dabei macht mich das ganze Kotzen so müde...).
Im Frühjahr 2012, genau ein Jahr nachdem mein Leben diese Abwärtsspirale startete, begann die "Beziehung" zwischen mir und P., meinem jetzigen Freund. Ich bin überglücklich mit ihm, jedoch nagen mich Selbstzweifel. Er weiß von meinem Cutting (ich finde den Begriff "Ritzen" extrem hässlich), bleibt aber trotzdem bei mir. Ehrlich, ich weiß nicht womit ich ihn verdient habe..
Von meiner ES weiß er natürlich nicht, und ich werde mein Möglichstes tun, dass das so bleibt.

Jedoch weiß ich selbst, dass sich etwas ändern muss.
Meine Essstörung vermiest mir nun seit 1 1/2 Jahren das Leben. Mein gestörtes Verhalten hindert mich daran, meine Möglichkeiten voll auszuschöpfen.
Vorallem aber tötet sie mich.
Ich habe leichte Herzrhythmusstörungen, mir fallen die Haare aus, meine Fingernägel brechen ab, ich laufe seit August in einer Winterjacke herum.
Ganz zu schweigen von den Schlafstörungen, die ich dank meiner Psyche habe.
Ich bin oft tagelang wach - 3 h Schlaf pro Nacht sind für mich Luxus. Ich bekomme überraschend Panikattacken, mitten in der Nacht, und das einzige, an das ich dann denke ist die unterste Schublade meines Nachtkästchens, in dem sich Rasierklingen, zerbrochene Spiegel und genug Tabletten für eine Überdosis befinden, die mich jederzeit umbringen könnte.

Ich schlafe jede Nacht mit dem Gedanken ein, nicht mehr auf zu wachen - entweder weil mein Körper schlussendlich aufgibt, oder weil ich in meiner Panik die Lade öffne.

Das sind die Schattenseiten einer Essstörung.


Mittwoch, 17. Oktober 2012

aller Anfang ist schwer.

Mein Ziel, mit der Modeldiät heute anzufangen, ist gänzlich zu Mittag gescheitert.
Nach einem Jahr Bulimie fällt es mir schwer nicht "in Versuchung" zu geraten, wenn ich alleine zuhause bin... Die Leere die sich in diesem großen Haus ausbreitet und die endlosen Möglichkeiten die sich daraus ergeben, verursachen bei mir einen Drang zur Selbstzerstörung. Warum das so ist kann ich nicht sagen. Es ist einfach zur Gewohnheit geworden.. Kaum fällt die Tür ins Schloss meldet sich eine Stimme die schreit: "Iss!". Und meistens gebe ich ihr nach.
Ganz anders ist das, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin. (natürlich b/p ich in seiner Gegenwart nicht!!) Ich denke erst gar nicht daran, etwas zu essen. Ich bin einfach so abgelenkt, da kann es schon mal passieren, dass ich zwei Tage am Stück gar nichts zu mir nehme..
Diese Tage sind mir um einiges lieber, also freue ich mich schon auf morgen. Ab dann seh ich ihn nämlich wieder ♥

Dank einer neuen Waage kann ich jetzt mein Gewicht viel genauer beobachten. :)
Zu meinem Erstaunen hatte ich heute "nur" schlappe 1,5 kg mehr (nach b/p und Essen), als gestern (leerer Magen). Nach der alten Waage waren meine Gewichtsschwankungen immer gigantisch - und demnach auch meine Gefühle.

Also, nach diesem "fleißigen" Schultag verabschiede ich mich.

Ciao, ihr Lieben.

Dienstag, 16. Oktober 2012

N°1 - Neustart

Willkommen zu meiner ersten Post.
Ich spiele nun schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanke, einen Blog zu starten. Nur für mich, um meine wirren Gedanken mit der Welt zu teilen und um - vielleicht - Gleichgesinnte zu finden.
Kommentare sind jeder Zeit gern gesehen, respektiert jedoch bitte meine Privatsphäre. ;)

Ich bin auch nur ein Mensch und mache deshalb Fehler.
Dieser Blog dient mir als eine Art Online-Tagebuch - ein Platz an dem ich 100% ehrlich sein kann. Ich kann mit Kritik umgehen, versteht bitte nur, dass ich hier meine Eindrücke und Gedanken schildere - die natürlich mit euren nicht unbedingt übereinstimmen müssen. Jedoch finde ich, dass man bei aller Kritik immer noch respektvoll miteinander umgehen kann.
Das würde ich mir bitte wünschen.

Ansonsten habe ich für heute nicht mehr viel zu sagen.

Lernt mich Tag für Tag kennen. :)

Gute Nacht, ihr Lieben.