Dienstag, 4. Dezember 2012

Verzweiflung

Er verhält sich so komisch. Oder ich bin komisch. Oder ich reagiere mal wieder total über und verhalte mich wie die letzte gestörte, verzweifelte, anghängliche Freundin :/

Ich kann diese Situation momentan einfach nicht einschätzen...
Und deswegen habe ich einfach keinen Plan wie ich mich verhalten soll.
Jede 5 min checke ich mein Handy, ob er vielleicht geschrieben hat.. das ist ja mehr als verzweifelt :/ und so möchte ich nicht sein! Ich fühle mich einfach so hilflos..

Zu allem Übel gehts mir auch so gar nicht gut.. Schulisch, gesundheitlich und emotional ist momentan alles beschi**en...

Aber morgen beginn ich mit der Modeldiät - hoffentlich bringt mir die wenigsten ein paar Erfolge, würde meiner Stimmung sehr gut tun.

Bis dann.

Montag, 3. Dezember 2012

Malheur, Malheur...

Nach diesem Wochenende ist meine "gute Laune" mal wieder im Keller.
P. und ich hatten unseren ersten Streit und ich hab gute zwei Stunden nur geheult - im Rauschzustand, lässt sich verstehen.
Ich schäme mich so dafür und hasse mich. Nach allem was er für mich tut spinne ich wegen Kleinichkeiten total herum und hab uns sozusagen den Abend versaut...
Am liebsten würde ich alles rückgängig machen.
Er sagt zwar, dass er nicht böse auf mich ist, aber sein Verhalten lässt auf etwas anderes schließen.. Ich habe einfach so Angst, dass er mich verlässt.

Ich bin einfach zu blöd für Beziehungen. Ich stoße jeden weg, der mir zu Nahe kommt.
Aber dabei will ich doch gar nicht alleine sein.

Sehr gut M., bist ne scheiß verrückte Freundin.

ps. Gefressen hab ich auch nur -.-
Ich könnte mich momentan nicht mehr hassen.

Donnerstag, 29. November 2012

Back on Track

Nach ewig langen 2 wochen melde ich mich wieder.
Zu meiner Abwesenheit: Ich konnte mich kaum motivieren aus dem Bett zu steigen, ganz zu schweigen mich mit meinen Gefühlen auseinander setzen....
Aber mir geht es besser und ich möchte diese Seite wieder dazu nutzen, euch alle mit meinen kranken Gedanken zu nerven ;)

Seit meinem letzten Post hat sich wenig getan..
Meine Ma und ich streiten mal wieder ohne Punkt und Komma, sie hat sogar wieder angefangen mich zu erpressen. Das geht dann in etwa so: "Mach dies und das sonst bleibst du dieses Wochenende zuhause." Also mach brav dies und das und versuche ich bestmöglich aus dem Weg zu gehen.
Zusätzlich nutzt sie jede Möglichkeit um mir klar zu machen was für ein nutzloser, egoistischer Mensch ich doch bin..

Gewichtsmäßig läuft es ganz okay. Bin wieder bei soliden 55kg angelangt. Ab jetzt wird es hoffentlich bergab gehen!
Leider muss ich meine "Technik" etwas verändern.
Genau gesagt wurde bei mir eine chronische Mandelentzündung festgestellt. Ich habe schon seit ca. 2 Monaten trockene Hautstellen und hab die jetzt mal untersuchen lassen, dabei stellte sich heraus, dass meine Mandeln wund und entzunden sind - was sich meiner Meinung nach klar von meinem Essverhalten herleiten lässt, aber das weiß natürlich niemand.
Jedenfalls bleibt mir jetzt gar nichts anderes mehr übrig, als mit dem Bingeing und Purging aufzuhören.
Ob ich damit klar komme?? - Ich habe seit gestern abend 6x gekotzt.
Gratuliere, so wird das sicher besser.

Ich bin eine vollkommene Versagerin :/

Mittwoch, 14. November 2012

"Lass den Tag dein Lehrer sein"

Das hat meine Mutter vorher zu mir gesagt.

Okay, also um ganz von vorne anzufangen. Seit Montag liege ich jetzt schon zuhause herum. Faul kann ich meinen fetten Arsch gerade mal von der Couch ins Bett bewegen (und von der Küche ins Bad). Zuerst ging es mir wirklich nicht gut, aber ich muss zugeben ich blieb heute nur wegen meiner unbeschreiblichen Angst zuhause.
Ich habe Angst vor der Schule, vor dem Versagen, vor der Zukunft, vor dem Leben. Seit Tagen bekomme ich unkontrollierte Heulkrämpfe und ab und zu Panickattacken... Ich hasse es. Ich könnte den ganzen Tag schlafen.. Und wenn ich mich mal zu etwas motiviere meldet sich sofort eine Stimme, die sagt, es hätte sowieso keinen Sinn. Also bleibe ich liegen. Depressiv wie eh und je.

Am liebsten würde ich einfach mit jemanden darüber reden, aber da ich P. nicht noch mehr belasten will, versuchte ich mit meiner Mutter drüber zu sprechen.

"He Mum, wie war dein Tag?"
"Scheiße, einfach beschissen."
Tür zu.

Nun gut, daraufhin wollte ich meine Mutter ein wenig entlasten. Ich ging also in die Küche um die Einkäufe wegzuräumen und zerbrach aus Versehen ein Glas (das 4. in Folge -.-). Sofort kam sie angelaufen und schrie: "Was ist denn schon wieder passiert?!"
Ich räumte das Glas weg, schnitt mich dabei ein (hat zum Glück niemand bemerkt) und räumte zusätzlich noch alles andere weg. Danach setzte ich mich zu ihr und hörte mir ihre Sorgen an.
Zum Abschluss sagte sie mir: "M. sei froh, dass du noch in der Schule bist. Es wird nur schlimmer."

Danke, Ma. Danke sehr. Meine Psyche ist schon beschissen genug, aber kein verdammter Idiot in diesem Haus scheint das zu bemerken! Vielen Dank.

Ich weiß wirklich nicht, wie lang ich das noch aushalte.
Morgen gehts erst mal wieder in die Schule und am Freitag seh ich P. zum Glück wieder.

Bis dann.

Montag, 12. November 2012

black hole

Ich kann mich momentan überhaupt nicht zum Bloggen motivieren. Besser gesagt kann ich mich zu gar nichts aufrappeln.
Es fühlt sich wieder so an wie meine "Depression" vor 1 1/2 Jahren. Nur gab es damals ein gewisses Ereignis, aber ich hatte eine Alternative und es war dann im Nachhinein doch nicht so extrem fatal. (Auch wenn damals die Welt für mich zusammenbrach) Ich verkroch mich dann ja in meiner Essstörung und schöpfte Trost und Stärke daraus - das dachte ich zumindest.

Jetzt ist dieses Gefühl wieder da, aber schlimmer.
Als "Vollzeit-Bulimikerin" finde ich keine Ablenkung im b/p mehr. Es nervt mich immer mehr und ich möchte gar nicht mehr - ein sehr guter Schritt in Richtung Besserung, aber leider komme ich mit dem Gefühl von Nahrung in meinem Körper klar...
Der Grund für meine jetzige Antriebslosigkeit ist, dass ich keine Ahnung habe was ich mit meinem Leben anstellen will.

Auf dieses Thema kamen wir am Samstag. Mein Bruder feierte Geburtstag mit Familie und wir kamen auf das Thema, was das Sorgenkind (ich) doch mit ihrem  Leben vorhat. Ich hatte keinen Plan. Beziehungsweise wurde alles, was ich sagte in den Dreck gezogen. (Ich konnte mir auch unzählige Kommentare über meinen nicht-vorhandenen Führerschein anhören)
Jedenfalls knickte an diesem Tag mein Selbstvertrauen komplett ein.
Seit damals fühle ich mich so verloren. Ich habe keine Zukunft. Punkt.
Als Kind hatte ich immer eine Motivation, ein Ziel. Dann, nach meiner Depression, verkroch ich mich in meiner ES und lebte in den Tag hinein. Nur bin ich in zwei Jahren mit der Schule fertig und habe keinerlei Optionen. Ich fühle mich, als hätte ich alles - und damit meine ich ALLES - in meinem Leben falsch gemacht. Und ich kann es nicht mehr ändern. Kann die Zeit nicht zurückdrehen.
Ich fühle so eine angsteinflößende Leere. Ich habe solche Angst.
Und niemand scheint das zu verstehen. Niemand versteht mich.
Mein erster Gedanke war, als mich meine Familie fragte was ich später werden möchte :

"Solange bin ich gar nicht mehr hier. Solange werde ich nicht mehr leben."

Wie kann ich solche Gedanken haben? Ich bin verdammte 17 Jahre alt. Und ich habe abgeschlossen mit meinem Leben.
Wie konnte so etwas passieren?

Ich sehe keine Zukunft für mich. Was macht dann überhaupt noch Sinn? Wozu das alles nur?

Wenn ich mit meiner Mutter streite bekomme ich sofort Suizidgedanken. Ich verbrachte heute den ganzen Tag im Bett, habe mich in den Schlaf geheult. Ich habe Angst.
Und das Einzige, das mich noch hier hält, das mir noch Halt gibt, bist du, P.
Und darum kann ich mir nicht vorstellen jemals unsere Beziehung zu beenden. Ich kann nicht ohne dich leben.

Ich glaube, ich liebe dich.

Mittwoch, 7. November 2012

november, please be good.

Hallo ihr Lieben (:
Die letzten Tage konnte ich mich einfach nicht zum bloggen motivieren. Also hier das wichtigste, das die Tage so passiert ist:

Ich war am Sonntag mit P. in der Therme. Es war wunderschön und trotz anfänglichem unwohlen Gefühl konnte ich den Aufenthalt im Großen und Ganzen genießen.

Als er mich dann heimbrachte und ich wieder alleine war begann das Große Fressen mal wieder. Seit Montag kämpfe ich nun schon, aber alles was ich mache ist Fressen und Kotzen... Ich hasse mich. Ich fühle mich dick. Ich bin fett. Fett und hässlich und nutzlos und überflüssig und eklig.

Ich hasse mich zur Zeit. Und als wäre das noch nicht genug, bekamen wir heute die Englisch Klausur zurück. Um 1% ein A verpasst... Ich hab tatsächlich eine scheiß 2 in Englisch (dazu muss man sagen, dass ich ein Semester in den USA verbracht und somit Englisch mein liebster und bester Kurs ist...). Und da man solche Tage natürlich immer noch mehr versauen kann, wurde ich zur Geo-Wh gerufen und schnitt "mangelhaft" ab.
Scheiße. Scheiße. Scheiße.

Momentan funktioniert gar nichts.
Mein Vater macht schon wieder Blödsinn. Meine Mutter ist aus welchem Grund auch immer auf mich böse. Und den scheiß Führerschein hab ich immer noch nicht. Argh.

Ich will aussteigen. Ich halt das nicht mehr aus.

Donnerstag, 1. November 2012

Update

Hallo ihr Lieben.
Ich habe leider nur Zeit für ein kurzes Update.
Verbringe die Ferien bei P. und dort komme ich einfach nicht zum bloggen.

Heute bin ich nicht bei meinem Freund, zwecks Familienfeier.
Es ist lustig, wie normal ich doch sein kann, solange ich mit P. zusammen bin und kaum bin ich bei meiner Fam beginnen die b/p- Episoden erneut. Eine ganze Woche habe ich durchgehalten und heute der Rückfall..
Das schlimmste ist, dass ich am Samstag in die Therme fahre... Oh Gott, bitte erschießt mich.
So wie ich jetzt aussehe kann ich mich doch nicht im Bikini zeigen. Mir kommen bei meinem Anblick die Tränen und nach meiner heutigen Fress-Glanzleistung möchte ich nicht einmal mehr von P. gesehen werden.

Fett. Fett. Fett.

In den nächsten Tagen ist somit "Essen Vermeiden" angesagt.

Bis dahin.
Ciao.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Challenge Day#1 [♥]

1. Tag der Challenge [x] bestanden! :)

CW: 56 kg
--
1 Kaffe (40)
Grießsuppe (60)
1 Portion Nudeln mit Sauce (250)
2 Laugengebäck mit Aufstrich (650)
Apfel (90)
Suppe (60)
__________________________________
total: 1050 kcal

Obwohl ich nach dem Laugengebäck kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, habe ich es geschafft stark zu bleiben.
Es ist aber trotzdem viel zu viel... Argh, dieses blöde Gebäckt, warum ist das nur so guuuut.?! :/
Etwas Sorgen bereitet mir nur meine Verdauuung. Es scheint so, als ob mein Magen nicht mehr mit Nahrung umgehen könne.. So als ob mein Körper nicht weiß, was er mit den Nährstoffen anfangen muss..

Jedenfalls hab ich jetzt endlich meine wohlverdienten Herbstferien. :)
Ich hoffe ich komme ab und zu zum bloggen, wenn nicht hört ihr in einer Woche wieder von mir.

Bis dann :)

Dienstag, 23. Oktober 2012

Challenge Accepted

Hallo ihr Lieben.
Leider hatte ich am Wochenende keine Zeit zu bloggen. War von Freitag an bei meinem Freund.
Samstag waren wir zusammen auf einem Maturaball.. Aww, ich liebe diese Anlässe. Die schönen Kleider und Schuhe und Schmuck haha und das ganze Tanzen. Ich mag es. :)
Am Sonntag hat er mich dann schweren Herzens wieder heim gebracht, aber zum Glück sehen wir uns morgen bzw. am Donnerstag wieder.
Essenstechnisch verlief es eigentlich ganz okay. Nicht zu viel, aber trotzdem zu viel.. Klingt zwar unlogisch, aber ihr wisst schon....
Aber leider bin ich, sobald er weg war, wieder in meine dumme Gewohnheit zurück gefallen, alles in Reichweite zu essen. -.-
Gestern war ich dann so müde (vom ganzen b/p), dass ich tatsächlich gute zehn Stunden geschlafen habe! Unglaublich.
--

Nun aber mehr zum Titel meines heutigen Posts.
"Challenge Accepted" - ich fordere mich selbst heraus. Und zwar einen neuen Rekord im nicht Binge-Purge-en aufzustellen.
Mal ehrlichl, auf jeder Internetseite, in jedem verdammten wissenschaftlichen Artikel steht, dass Bulimie nicht zur Gewichtsreduktion beiträgt.
Na klar, am Anfang nimmt man ab - hab ja selbst 10 kg abgenommen - doch heute, ein Jahr später halte ich mein Gewicht bzw. nehme sogar zu. Und das bringt mich zu noch mehr b/p. Dabei ist es unmöglich die Kalorien wieder "loszuwerden". Purging (oder Kotzen) ist also eigentlich total nutzlos. Es schadet einem nur.

Richtig motiviert hat mich meine Mutter gestern Abend.
Sie hat selbst ein gestörtes Verhalten zum Essen (in wie fern weiß ich nicht)und hat mitbekommen, dass ich erbreche. Sie sagt nur nichts, solange ich die Toilette putze - traurig, aber wahr; ihre Worte.
Jedenfalls saß ich gestern am Küchentisch und sie kam mit frischem Brot nachhause. Ich nahm mir eines, in der festen Überzeugung es auf "drinnen" zu lassen, und sah dabei die Weckerl. Ich konnte einfach nicht widerstehen und nahm mir eines und dazu zwei Scheiben Brot. Als sie das sah sagte sie zu meinem Bruder: "Pack doch lieber die restlichen schon mal für morgen ein. Sonst isst deine Schwester wieder alle auf."
.
Das traf mich wie ein Messerstich ins Herz. Ich habe mich in Grund und Boden geschämt.
Fette Kuh. Du blödes, fettes, unnützes Ding. Fressen. Den ganzen Tag nichts anderes tun als Fressen. Du bist das Letzte.
Usw.

Aber sie hat recht. So kann es nicht weiter gehen.
Ich muss dünn sein.
Somit gebe ich es nun offiziell bekannt - Challenge Accepted!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

memoiren #1

Nachdem heute nichts Weltveränderndes passiert ist, möchte ich die Zeit, die ich dank meiner Schlafstörung diese Nacht dazu gewinne, dafür nutzen, euch mehr über mich und meine Vergangenheit zu erzählen.

Anfangs gleich einmal zu meiner "Krankengeschichte":
Ich bin weder diagnostiziert noch war ich jemals bei einem Arzt/Psychiater wegen meiner Essgewohnheiten.
Jedoch kann man schwer leugnen ein Problem zu haben, wenn man sich nach jeder Mahlzeit im  Bad einschließt, um zu "duschen".

Viele Faktoren spielen eine Rolle. Machten mich zu dem Menschen, dem verwirrten Mädchen, das ich heute bin. Man kann viel dafür verantwortlich machen:

Eine strenge Mutter. (die selbst genug Probleme hat)
Ein Vater, der nie zuhause ist.
Einen kleinen Bruder, für den man zurück steckt.
Eine Neigung zum Perfektionismus, seit jüngster Kindheit.
Die Scheidung der Eltern.

Doch Ausschlag gebend war Frühjahr 2011.
Meine gesamte Zukunft, perfekt geplant, brach zusammen - und kein Back-up Plan.
Ich stand da. Ohne den Sinn des Lebens zu erkennen. Leben hatte keinen Sinn mehr für mich.
Und so verfiel ich in eine schwere Depression, suchte Trost in Messern und Rasierklingen
Ich versuchte mich abzulenken und das Erste, das mir auffiel - etwas, das ich unbedingt pefektionieren wollte - war mein Körper. Ich dachte "hey, wenn schon keine perfekte Zukunft, dann kann doch wenigstens Ich perfekt sein."
Ich verlor mich auf "Pro-Ana"- Seite, ein Trend, den ich zutiefst abstoßend finde (jeder, der eine ernstzunehmende Essstörung hat, weiß, dass es nichts "wunderschönes" oder "englesgleiches" hat, sein Leben buchstäblich die Toilette runterzuspülen)
Aber trotz Extremdiäten nahm ich nicht so effektiv ab, wie ich es gern gehabt hätte.
Im Juli 2011 startete ich ein neus Leben in Amerika, als Austauschschülerin für ein Semester. Im "glorreichen America", das jedoch von Essstörungen (und Fett) nur so trieft, rutschte ich komplett in die Bulimie. Ich bekam eine "fuck it all - I don't care" Einstellung.
Meine Gastmutter bemerkte meine Situation, doch ich ließ mir nicht helfen.
Als ich im Jänner heimkam, 10 Kilo leichte, trotz amerikanischer Fast Food Küche, war meine Mutter so unglaublich stolz auf mich und meine neue Figur, dass sie gar nicht bemerkte, wie dreckig es mir ging. Sie verschließt noch immer die Augen vor dieser Situation. Sagt, ich sei bloß faul (dabei macht mich das ganze Kotzen so müde...).
Im Frühjahr 2012, genau ein Jahr nachdem mein Leben diese Abwärtsspirale startete, begann die "Beziehung" zwischen mir und P., meinem jetzigen Freund. Ich bin überglücklich mit ihm, jedoch nagen mich Selbstzweifel. Er weiß von meinem Cutting (ich finde den Begriff "Ritzen" extrem hässlich), bleibt aber trotzdem bei mir. Ehrlich, ich weiß nicht womit ich ihn verdient habe..
Von meiner ES weiß er natürlich nicht, und ich werde mein Möglichstes tun, dass das so bleibt.

Jedoch weiß ich selbst, dass sich etwas ändern muss.
Meine Essstörung vermiest mir nun seit 1 1/2 Jahren das Leben. Mein gestörtes Verhalten hindert mich daran, meine Möglichkeiten voll auszuschöpfen.
Vorallem aber tötet sie mich.
Ich habe leichte Herzrhythmusstörungen, mir fallen die Haare aus, meine Fingernägel brechen ab, ich laufe seit August in einer Winterjacke herum.
Ganz zu schweigen von den Schlafstörungen, die ich dank meiner Psyche habe.
Ich bin oft tagelang wach - 3 h Schlaf pro Nacht sind für mich Luxus. Ich bekomme überraschend Panikattacken, mitten in der Nacht, und das einzige, an das ich dann denke ist die unterste Schublade meines Nachtkästchens, in dem sich Rasierklingen, zerbrochene Spiegel und genug Tabletten für eine Überdosis befinden, die mich jederzeit umbringen könnte.

Ich schlafe jede Nacht mit dem Gedanken ein, nicht mehr auf zu wachen - entweder weil mein Körper schlussendlich aufgibt, oder weil ich in meiner Panik die Lade öffne.

Das sind die Schattenseiten einer Essstörung.


Mittwoch, 17. Oktober 2012

aller Anfang ist schwer.

Mein Ziel, mit der Modeldiät heute anzufangen, ist gänzlich zu Mittag gescheitert.
Nach einem Jahr Bulimie fällt es mir schwer nicht "in Versuchung" zu geraten, wenn ich alleine zuhause bin... Die Leere die sich in diesem großen Haus ausbreitet und die endlosen Möglichkeiten die sich daraus ergeben, verursachen bei mir einen Drang zur Selbstzerstörung. Warum das so ist kann ich nicht sagen. Es ist einfach zur Gewohnheit geworden.. Kaum fällt die Tür ins Schloss meldet sich eine Stimme die schreit: "Iss!". Und meistens gebe ich ihr nach.
Ganz anders ist das, wenn ich mit meinem Freund zusammen bin. (natürlich b/p ich in seiner Gegenwart nicht!!) Ich denke erst gar nicht daran, etwas zu essen. Ich bin einfach so abgelenkt, da kann es schon mal passieren, dass ich zwei Tage am Stück gar nichts zu mir nehme..
Diese Tage sind mir um einiges lieber, also freue ich mich schon auf morgen. Ab dann seh ich ihn nämlich wieder ♥

Dank einer neuen Waage kann ich jetzt mein Gewicht viel genauer beobachten. :)
Zu meinem Erstaunen hatte ich heute "nur" schlappe 1,5 kg mehr (nach b/p und Essen), als gestern (leerer Magen). Nach der alten Waage waren meine Gewichtsschwankungen immer gigantisch - und demnach auch meine Gefühle.

Also, nach diesem "fleißigen" Schultag verabschiede ich mich.

Ciao, ihr Lieben.

Dienstag, 16. Oktober 2012

N°1 - Neustart

Willkommen zu meiner ersten Post.
Ich spiele nun schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanke, einen Blog zu starten. Nur für mich, um meine wirren Gedanken mit der Welt zu teilen und um - vielleicht - Gleichgesinnte zu finden.
Kommentare sind jeder Zeit gern gesehen, respektiert jedoch bitte meine Privatsphäre. ;)

Ich bin auch nur ein Mensch und mache deshalb Fehler.
Dieser Blog dient mir als eine Art Online-Tagebuch - ein Platz an dem ich 100% ehrlich sein kann. Ich kann mit Kritik umgehen, versteht bitte nur, dass ich hier meine Eindrücke und Gedanken schildere - die natürlich mit euren nicht unbedingt übereinstimmen müssen. Jedoch finde ich, dass man bei aller Kritik immer noch respektvoll miteinander umgehen kann.
Das würde ich mir bitte wünschen.

Ansonsten habe ich für heute nicht mehr viel zu sagen.

Lernt mich Tag für Tag kennen. :)

Gute Nacht, ihr Lieben.